Minimalismus Franz Abächerli

Wikipedia schreibt dazu: "Minimalismus [..], bezeichnet einen Lebensstil, der sich als Alternative zur konsum­orientierten Überflussgesellschaft sieht. Seine Anhänger versuchen, durch Konsumverzicht Alltagszwängen entgegenzuwirken und dadurch ein selbstbestimmteres, erfüllteres Leben zu führen."

 

Heute möchte ich mal etwas über digitalen Minimalismus schreiben oder besser, woran ich noch arbeite (arbeiten muss).

Anzahl Geräte

Das einfache ist, einmal alle digitalen Geräte aufzählen, die ich habe. Da wäre mal eine Spiegelreflexkamera, eine Videokamera, ein Smartphone und ein PC (mit Drucker und Scanner), nicht zu vergessen das Modem für das Internet. Dazu kommt noch ein Raspberry Pi, ein Minibastelcomputer. Nun könnte man sagen, das Smartphone hat doch auch eine Kamera eingebaut. Wozu noch weitere Geräte? Wenn ich Fotos mache oder im Urlaub filme, dann habe ich schon einen gewissen Anspruch an die Qualität und da kann halt das (billige) Smartphone wirklich nicht genug bieten. Vielleicht fällt dem einen oder anderen auf, dass ich keinen Fernseher erwähnt habe. - Ich habe keinen, schon seit Jahren nicht und nein, ich schaue auch nicht mit dem PC fern, habe kein Streamingabo oder was auch immer. Das schöne dabei: ich vermisse es auch nicht. Wird da wirklich etwas gezeigt, dass ich unbedingt sehen muss? Gut, ab und zu schaue ich eine mir empfohlene Doku z.b aus der Mediotheke von ARTE.

Smartphone

Das Smartphone nutze ich zum Telefonieren und Kommunikation mit SMS oder WhatsApp, dies aber immer seltener. Froh war ich auch schon um die Erinnerungsfunktion ganz selten, dass ich mal unterwegs einen Fahrplan der ÖV benötige oder etwas im Internet nachschlage. Eigentlich mache ich alles, was mit dem Internet  zusammen hängt, wie auch die E-Mails, zu Hause am PC. Das ist einerseits viel bequemer, da eine richtige Tastatur und grossen Bildschirm vorhanden, andererseits möchte ich mir dazu bewusst Zeit nehmen. So schnell im Bus oder gar im Beisein von jemanden die Mails checken? Nee, sicher nicht. Das ist ja das schöne an der asynchronen Kommunikation wie Mails, SMS und WhatsApp: es ist nicht nötig, dass beide gleichzeitig online sein müssen und man kann die Nachricht lesen und beantworten, wenn man dazu Zeit hat. Muss die Reaktion augenblicklich erfolgen, kann man ja anrufen. Ausser dem habe ich die Signaltöne ausgeschaltet, ausser das Klingeln bei Anrufen natürlich, und erkenne manchmal erst viel später, dass mir jemand etwas geschrieben hat. Nicht selten lasse ich das Smartphone zu Hause liegen. Ich muss und bin nicht rund um die Uhr erreichbar. Vielleicht kommt das auch davon, dass ich noch zu einer Zeit aufgewachsen bin, wo es nur Festnetzanschlüsse gab und das Telefonieren eh nur zu Hause möglich war.

Internet

Ja, das mit dem Internet ist eine Achillesferse von mir. Daran arbeite ich. Es ist ja auch höchst interessant: da etwas lesen - dort einem Link folgen - hier in einem Forum mitreden - dann schnell etwas nachschlagen (ich gehe gerne den Sachen auf den Grund z.B. das eben benutze Word "Achillesferse" - das hat doch was mit der griechischen Mythologie zu tun, oder? Schnell nachschlagen bei Wikipedia.) und so weiter. Aber ich bin daran, meine Internetzeit zu reduzieren. Zuerst habe ich mal ganz viele Lesezeichen gelöscht. Aber ich werde noch mehr lösche. Bei jedem Lesezeichen werde ich mich fragen: "Was habe ich auf dieser Seite schon gelernt? - Inwiefern habe ich davon schon profitiert?" Wenn mir nichts dazu einfällt: löschen. Ausserdem setze ich mir Ziele, bevor ich den PC einschalte. Heute zum Beispiel: diesen Text schreiben, die News auf einem Newsportal lesen, die Mails checken und dann noch ein Geburtstagsgeschenk für meinen Bruder suchen. Eine Idee habe ich schon ich muss nur noch schauen, wo ich das kriege. Sollte ich über sonst etwas Interessantes stossen, setze ich ein Lesezeichen für ein andres Mal. Wenn das erledigt ist, schalte ich den PC aus und nehme ein Buch zur Hand. Mal schauen, ob es klappt, wenn nicht muss ich wohl die Ziele schriftlich festhalten und zum Beispiel auf einem Post it Zettel an den Bildschirm heften.

So, das sind mal meine ersten Schritte, weitere können folgen. :-)

 

 

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