Minimalismus Franz Abächerli

Wikipedia schreibt dazu: "Minimalismus [..], bezeichnet einen Lebensstil, der sich als Alternative zur konsum­orientierten Überflussgesellschaft sieht. Seine Anhänger versuchen, durch Konsumverzicht Alltagszwängen entgegenzuwirken und dadurch ein selbstbestimmteres, erfüllteres Leben zu führen."

 

Immer wieder ein Teilaspekt des Minimalismus: die Ernährung rsp. der Einkauf der Nahrungsmittel.

 

Es gibt sicher verschiedene Herangehensweise.

 

Was brauche ich? Ich brauche pro Tag xy Kalorien, yz Gramm Kohlenhydrate, regelmässig Vitamine A – Z etc.

 

Ich habe zusätzlich noch den Anspruch, dass es mir schmeckt. Muss ich etwas herrunterwürgen, das mit nicht schmeckt, hat dies sicher auch einen Einfluss auf mein Wohlbefinden. Ausserdem habe ich bisher darauf geachtet, saisonal und möglichst Produkte aus der Region einzukaufen. Aber gehört das zu Minimalismus? Das sind wohl eher weitere eigene Ansprüche, die auf bestimmte Weltanschauungen oder Überzeugungen basieren. Kann aber muss nicht ein Kriterium für einen minimalistischen Konsum sein. Oder doch? - das muss ich mal mit ein paar MinimalistInnen diskutieren.

 

Fertiggerichte für die Mikrowelle:

 

Das Kochen ist sehr einfach: Fertigmenue aus dem Schrank nehmen – in die Mikrowelle – auf 2 Min (oder nach Vorgabe) einstellen – wenn es bimmelt das Gericht aus der Mikrowelle nehmen – essen. Einfacher und schneller geht es wohl kaum. Aber ist das gesund und ausgewogen? Da habe ich so meine Zweifel. (und eine Mikrowelle besitze ich auch nicht).

 

Rohkost:

 

Es wird nix gekocht. Manchmal sehe ich aber Rezepte, die Lebensmittel oder Speisen im Backofen bei 42° dörren. Keine Ahnung, wieso gerade 42°. Das scheint mir dann aber nicht mehr soo roh zu sein.

Sehr viel wird einfach in den Mixer getan und es entsteht ein Frucht - oder Gemüsesmoothie oder auch eine Kombination beider. Eigendlich sehr einfach. Man braucht keinen Herd, keine Pfannen oder andere Kochutensilien, es geht vielleicht sogar ohne Kühlschrank. Dies scheint sehr minimalistisch zu sein. Trotzdem kann ich es mir nicht so recht vorstellen. Ich koche gerne, ich nehme mir auch gerne Zeit für die das Rüsten und die Zubereitung.

 

Strikte nach Plan:

 

Man hat immer eine zuvor festgelegte Anzahl Grundnahrungsmittel im Haus, ergänzt durch frisches Gemüse und Früchte. Daraus werden dann z.B. 20 unterschiedliche Menues gekocht. Dadurch gibt es eine Abwechslung und trotzdem ist der Einkauf und mit der Zeit wohl auch die Zubereitungszeit ziemlich minimalisiert. Das ist etwas für jene, die ihren Alltag voll durchorganisieren und – strukturieren.

 

Containern

 

In den Containern von Warenhäuser und Lebensmittelläden nach Essbaren suchen. Dies ist eine Art minimalistisches „Einkaufen“ und spart, wenn erfolgreich viel Geld. Allerdings muss ja noch Möglichkeiten am Wohnort ziemlich viel Zeit aufgewendet werden.

 

Weitere Kriterien wie vegan, koscher etc. fusst nicht im Minimalismus sondern in einem Glauben. Darauf gehe ich nicht weiter ein.

 

Beim Schreiben hier kehren meine Gedanken immer wieder zur Rohkost. Ich esse ja jetzt schon viel Gemüse und Obst, Gemüse teilweise auch roh. Statt Kekse zu essen, knabbere ich auch ganz gerne mal an eine Karrotte oder Kohlrabi. Häufig besteht eine Mahlzeit am Tag nur oder fast nur aus Salat, Fleisch esse ich eh keines und Milchprodukte selten, ausser Käse, den liebe ich (ein echter Schweizer :-))

Da könnte ich doch mal versuchen, eine Woche lang nur Rohkost zu mir zu nehmen. Mhh - *sinnierend*

 

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